Samstag, 5. Juni

Endlich wieder in die Niederlande, endlich wieder Fahrrad Ferien. Schon im letzten Dezember mussten wir unsere Unterkunft buchen – die Niederlande boomt seit Jahren und wenn man nicht rechtzeitig einenUnterkunft bucht, dann wird es schwierig. Da Apartements in den Niederlanden oft nur von Sonntag zu Sonntag zu buchen sind, reisen wir gemütlich mit einem Zwischenhalt mit Übernachtung.

 

Nachdem wir nun ein paar Jahre nicht mehr in der Provinz Zeeland waren, war es eine gute Gelegenheit wieder zurückzukehren. Wir entschlossen uns wieder in das Städtchen Breskens zu fahren und buchten ein super tolles, neues Apartement ein wenig Abseits des Stadtkerns. Da wurde viel gebaut, schöne Häuser, viele neue, tolle Restaurants, Supermärkte, Bäckereien usw.

 

Wir trafen Thomas um 10:15 in Rotkreuz und los ging es. Wir fuhren via Basel nach Deutschland, machten einen Cafe halt und einen grösseren Stop fürs Mittagessen und kamen so gegen 16:45 Uhr in Boppard an. In und um Basel hatten wir total etwa 30min Stau, in Deutschland kurz vorbund nach Freiburg etwa 20min, aber danach ging es ganz flott.

 

Mein Lieblingsthema sind die deutschen Autobahnraststätten: heute Mittag war es einigermassen ok, aber das Essangebot nebst den frischen Salaten (es sah frisch aus) war eine volle Katastrophe. Alles wurde vor den Augen der Kunden aus dem Tiefkühler genommen. Das Schnitzel (ich schweige wie ein Grab wessen Schnitzel das war) war steiff gefroren und wurde zuerst in der Pommes Friteuse aufgetaut und anschliessend unter dem Salamander warmgehalten, bis die Pommes ready waren.

 

Unser Hotel liegt direkt am Rhein und hat nebenan eine Brauerei 😀. Im Minutentakt fuhren die Schiffe den Rhein rauf und runter. Das Essen war währschaft aber frisch und grosse Portionen, wer es den mag. Leider fing es kurz vor 18 Uhr an zu regnen, aber nach einer halben Stunde war der Zauber vorbei. Der Biergarten hat eine stattliche Grösse, sehr grosse Sonnenschirme welche vor der kurzen Regendusche schützte und das Highlight war eine riesen Leinwand und pünktlich um 20:30 sassen viele junge und vorallem ältere Damen und Herren vor dem Schirm und schauten Deutschland gegen die USA.

 

Wir liessen den Abend im Biergarten ausklingen und freuten uns auf ein gemütliches Bett. Morgen um 8 Uhr gibt es Frühstück und um 9 Uhr geht es auf die zweite Etappe – etwas kürzer als gestern.

Sonntag, 7. Juni

Es war doch etwas warm im Hotelzimmer, bei geöffnetem Fenster nahmen wir einen Rauchgemack wahr, so dass wir das Fenster fast zumachen mussten, und so erst als der Hahn schon kräftig krähte, Schlaf finden konnten.

 

Nichtsdestotrotz waren wir um 8 Uhr am Frühstückstisch und staunten was wir für nur 11 Euro bekamen. Alles frisch und lecker, verschiedene Brotsorten, warme Speisen, verschiedene Müsli, Fruchtsalat (von Hand geschnitten) NUR der Cafe….das können unsere Lieblingsnachbarn leider nicht. Der dünne Filter Cafe stand schon akkurat in kleinen Thermoskannen bereit aber mit viel Milch habe auch das geschafft.

 

Mit leichter Verspätung fuhren wir um 09:30 los und machten um 12 Uhr einen Tankstopp und Mittagspause in Belgien. Der Benzinpreis war mit umgerechnet 1.72 Franken deutlich günstiger als in der Schweiz.

 

Um genau 14:30, nach genau 875km und 10:08 Stunden Nettofahrzeit kamen wir in Breskens an. Da unser Apartment erst um 15:30 bereit war, nutzten wir die Zeit und gingen mal das Frühstück für die nächsten Tage einkaufen. Natürlich kamen noch Snacks, Getränke, Früchte etc. zusammen.

 

Wir haben ein unglaublich tolles Apartement im 8. Stock, top modern eingerichtet und das Highlight ein Balkon, der auf 3 Seiten zugänglich ist. Das heisst wir haben morgen und Abendsonne. Wir haben uns kurz eingerichtet und um 18 Uhr sassen wir bei einer steifen Brise und Gegenwind schon das erste Mal auf dem Fahrrad und radelten (wie immer am 1. Abend in Breskens) zum Beachhaus 25 und freuten uns auf ein leckeres Abendessen. Es gab Kibbeling und zur Vorspeise teilten wir uns Bitterballen.

 

Um 21:15 waren wir zurück im Apartment, genau passend zum Sonnenuntergang. Wir genossen die frische Luft auf der Terasse und liessen den Abend ausklingen. Es war ein anstrengender Tag, ums mehr freuen wir uns aufs Bett.